Einschulung 2022 – Erlebnisbericht

Die Vorfreude war groß. Endlich ging es los, unsere Tochter wurde in der Waldorfschule Zeuthen eingeschult. Und was war das für eine liebevoll gestaltete Feier! Wir durften in der Alten Feuerwache in Eichwalde feiern und wurden von Pädagogen und Eltern der älteren SchülerInnen herzlich empfangen. Nach dem allgemeinen Gewusel, wer sitzt wo und „Schau mal, wie schön der Rosenbogen geworden ist“, begrüßte uns Belinda Grimm, die Schulleiterin und Klassenlehrerin der 2. Klasse.

Besonders gefreut haben wir uns über das erste Lied, das wir alle zusammen sangen „Auf der Erde steh` ich gern”, da wir es schon aus dem Waldorf-Kindergarten kannten. So war die Stimmung perfekt und die Anspannung stieg. Doch durch eine wirklich lustige Aufführung der 2.Klasse von der Geschichte des dicken, fetten Pfannekuchens in englischer Sprache, wurde die Aufregung vom vielen Lachen weggespült. Auch die 2. Klasse hatte sichtlich Spaß und meisterte kleine Hürden souverän und unbemerkt.

Genau das hatten wir uns für unsere Tochter gewünscht, eine bunte Gemeinschaft, wo mit viel Freude und Sicherheit gelernt und gelebt werden kann. Nach ein paar Worten vom Vorstand der Waldorfschule und auch von dem Bürgermeister von Eichwalde, war er auch schon da, der lang ersehnte Moment. Unsere Tochter wurde aufgerufen, um mit ihren drei Paten aus der 2. Klasse durch das Rosentörchen zu schreiten und die Sonnenblume in Empfang zu nehmen.

Einfach war dieser Gang nicht für sie, man sah es deutlich in ihrem Gesicht; aber schon kamen ihre Klassenkameraden dazu und es war geschafft. Von der Klassenlehrerin Frau Groß-Schneider liebevoll empfangen, machten sich die drei neuen Erstklässler auf den kurzen Weg zum Schulgebäude. Dort würde also die allererste Schulstunde stattfinden, auf die sich unsere Tochter schon so lange gefreut hatte. Für uns Eltern und Gäste der Erstklässler stand währenddessen ein Buffet mit allerlei selbstgemachten Leckereien bereit und im angeregten Austausch mit einigen bekannten und vielen neuen Gesichtern, war die Zeit schnell um.

Nun machten sich auch die Eltern der Erstklässler auf den Weg zur Schule, um dort ihre Schulanfänger in Empfang zu nehmen und die Schultüten zu überreichen. War das ein schöner Moment, als die drei neuen Schulkinder strahlend und ganz stolz mit ihren Schreibtafeln aus dem Klassenraum kamen. Auf den Tafeln stand: ICH. Zu gerne hätte ich als Mutter noch mehr von dieser ersten Schulstunde erfahren, aber die Freude über die lang ersehnte Schultüte mit dem gefilzten
Weißkopfseeadler darauf war viel zu groß.

Zurück in der Feuerwache konnten wir uns lange nicht trennen, zu spannend waren die Gespräche mit der Klassenlehrerin und den Eltern. Eines war ganz deutlich: Es ist zwar viel Arbeit, eine neue Waldorfschule zu gründen und es kommen viele Herausforderungen auf alle Beteiligten zu, aber es lohnt sich. Es lohnt sich für die Kinder, die in einem behüteten Rahmen Stück für Stück und mit viel Freude am Tun diese Welt kennenlernen und zur Freiheit erzogen werden.

Mit ihrer riesigen Sonnenblume und der himmelblauen Schultüte war unsere Tochter also nun in ihrer Schule aufgenommen, voller Vorfreude auf diesen neuen Lebensabschnitt und mit ein
bisschen weichen Knien.

 

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